“Dioxine sind in unterschiedlichen Konzentrationen u.a. nachweisbar bei Emissionsmessungen, in Filterstäuben, in der Außen- und in der Inneraumluft, in Siedlungsgebieten, auf Sportplätzen und Kinderspielplätzen, im Klärschlamm, in landwirtschaftlich genutzen Böden, in Futtermitteln, in Lebensmitteln sowie im menschlichen Fettgewebe.” BMU


HORMONELL WIRKSAME SUBSTANZEN (Bsp: BPA)

  • imitieren Östrogene und wirken auf den menschlichen Hormonhaushalt
  • sie führen bei Männern zu verminderter Fruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes
  • sie begünstigen Brust- und Genitalkrebs bei Frauen
  • mittlerweile zirkuliert nachweislich in jedem menschlichen Organismus BPA im Blut
  • Wale und Delphine haben nachweislich hohe Giftkonzentrationen im Blut, die zu Unfruchtbarkeit führen und das Zeugen von Nachkommen extrem erschweren

DIOXIN

  • Dioxine sind giftige chemische Verbindungen, die unerwünscht bei bestimmten Verbrennungsprozessen entstehen
  • sie gelangen bei Müllverbrennung in die Luft und werden in der Atmosphäre um die Erde getragen
  • die Arktis gehört zu den am stärksten verseuchten Regionen weltweit, da die Dioxin – Nanopartikel in der Luft in kälteren Regionen eher zu Boden fallen (Kondensation)
  • 50-80% der weltweiten Dioxin-Belastungen gehen auf Müllverbrennungen zurück
  • Die Natur konzentriert Schadstoffe. Über die Nahrungskette werden diese im Kreislauf behalten (Bsp.:Fisch) und sammeln sich vor allem in großen Endverbrauchern, Säugetieren etc. (Bsp.: Mensch, Wale, Delphine)
  • es verursacht Krebs, Genmutationen, erhöhte Kindersterblichkeit und schwere Behinderungen
  • im Vietnamkrieg 66/67 wurden große Teile des Regenwaldes mit Dioxinmitteln besprüht, um die Bäume zu entlauben. Bis heute sind in den betroffenen Regionen besonders viele Kinder mit Geburtsfehlern zu verzeichnen[

 

PLASTIK IM MEER

  • zieht andere giftige Substanzen, Krankheitserreger und invasive Arten an der Oberfläche an, die dann von Tieren gefressen werden
  • gibt es mittlerweile 6x mehr im Meer als Zooplankton (Kleinstlebewesen)

schadet wieso


 

Herkömmliches Plastik basiert auf ca. 5% Erdöl.

Um gewisse Eigenschaften zu erreichen werden verschiedene Stoffe dazugemischt:
Färbemittel, Weichmacher (BPA – Bisphenol A, Phtalate), Verstärkungsmittel, Stabilisatoren, Füllstoffe (Kreide, Sand, Talkum, Kieselgur, Glasfasern und -kugeln, Zinkoxid, Quarz, Holzmehl, Stärke, Graphit, Ruße), Schwermetalle.

Nicht nur die Herstellung von Plastik erfolgt hinter Hochsicherheitstüren und ist ein Industrielles Geheimnis. Auch die Verwendung bringt Schaden, denn Inhaltsstoffe lösen sich aus dem Plastikmaterial bei Hitze, Beschädigung oder einfach mit der Zeit in das umgebene Medium. Das sind dann beispielsweise Lebensmittel oder das Baby, das am Schnuller nuckelt. Auch die Entsorgung ist problematisch, da der Zerfall von Plastik in der Umwelt hunderte Jahre andauert und das Verbrennen und Deponieren von Plastik Schadstoffe wie hochgiftige Dioxine freisetzt und das Recycling nur unter Zugabe von neuem Plastikmaterial funktioniert .

Biokunststoff-Beutel

Was man wissen sollte:
  • Man kann vom Material nicht auf die Herkunft und Zusammensetzung der Beutel schließen.
  • Die „nachwachsenden Rohstoffe“ sind Mais, Kartoffel oder Zuckerrohr. Es müssen riesige Flächen angebaut werden, um die Nachfrage zu erfüllen. Diese Agrarflächen werden in der Regel nicht biologisch bewirtschaftet, sodass auch gentechnisch-veränderte Pflanzen, Kunstdüngemittel und Pestizide auf den Feldern verwendet werden.
  • Die Produkte bestehen nur zu gewissen Anteilen aus nachwachsenden Rohstoffen. Dem werden Kunststoffe auf Mineralölbasis beigemischt, sodass bei deren Zerfall wieder Mikroplastiken entstehen.
  • Kompostierung ist meistens nur in industriellen Anlagen sinnvoll. Im Hauskompost schaffen sie keinen Nährwert und hinterlassen unter Umständen sogar Mikroplastiken.
  • Positive Aspekte: Mehr Menschen kompostieren ihren Biomüll, da sie sich weniger ekeln.

Die unterschiedlichen Beutelarten im Überblick:
Biobasierte Kunststoffe werden mit anderen Kunststoffen gemischt und somit ist das Produkt nicht zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.
Biokunststoffe stehen nicht für biologische Abbaubarkeit.
Biologisch abbaubare Kunststoffe können in der Herkunft der Rohstoffe nicht zurückverfolgt werden. Die Kompostierung ist eher auf industrielle Anlagen angelegt. Auf dem Hauskompost kann der Zerfall bis zu 8 Wochen dauern.

 

 


entsorgung


 

DEPONIE 

Deponieren war jahrzehntelang die häufigste Entsorgungsart in Deutschland. Die Müllberge werden dabei in Erdlöchern nahe den Städten entsorgt. Die Bestandteile zersetzen sich nur schwer. Es entstehen Methan und Gifte, Schwermetalle und sogar atomare Substanzen sammeln sich im Becken, das die Müllanlage nach unten hin abdichten soll. Bei kleinsten Beschädigungen der Anlage gelangen diese hochgiftigen Gemische in den darunterliegenden Boden. Der größte Müllanteil macht der Gewerbe und Baumüll mit über 60% Gesamtanteil aus, wohingegen unsere Siedlungsabfälle ca. 14% ausmachen. Seit 2005 dürfen in Deutschland keine Siedlungsabfälle (Haushaltsmüll = schwarze Tonne) mehr ungefiltert auf Deponien entsorgt werden aus 2 Gründen: 1. Platzmangel, da unsere zu entsorgenden Müllberge immer größer werden 2. bei der normalen Deponierung von nicht „sortenreinem“ Hausmüll entstehen hochgiftige Gemische, die in die Umwelt gelangen können.
Vor dem Deponieren wird der Hausmüll also „vorbehandelt“ und zwar bei der …

MÜLLVERBRENNUNG

in Müllheizkraftwerken. In den Industrieländern wird diese Methode mittlerweile häufiger als Deponieren verwendet, da einfach der Platz zum Deponieren fehlt. In Deutschland gibt es 73 Müllheizkraftwerke, in denen das Volumen des anfallenden Mülls reduziert wird und gleichzeitig Energie in vorm von Wärme und Strom weiterverwendet wird. Um den größtmöglichen wirtschaftlichen und technischen Nutzen aus der Verbrennung zu ziehen, wird der Müll grob getrennt (Bauschutt, Pappen, Glas, Elektroschrott, Abfallholz, Textilien, Verpackungen aus dem gelben Sack) und anschließend in bestimmter Mischung wieder zusammengesetzt. Dieser Prozess
heißt Konditionierung.
Bei der Verbrennung entsteht Asche in Form von Grobasche und Flugasche, die unter anderem Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O), Kohlenmonoxid (CO), Schwefeloxide, Stickoxide, Salzsäure, Fluorwasserstoffe, Quecksilber, schwermetallhaltige Stäube und Dioxine (mehr unter Schäden) enthalten. Dies sind giftig bis hochgiftige Substanzen, die nicht in die Umwelt gelangen sollten.
Grobasche, auch Schlacke genannt, wird deponiert oder im Straßenbau, für Dämme, zum Auffüllen stiller Minen etc. weiterverwendet. Die Flugasche ist mehr oder weniger der Staub in der Luft und wird je nach Qualität der Filteranlagen in die Luft geblasen.
Übrigens: Es ist ein offenes Geheimnis, dass selbst im fortschrittlichen Deutschland die Filteranlagen häufig nicht ausreichen, um die hochgiftigen Substanzen wie Dioxine zu filtern. Deshalb wurden Grenzwerte errichtet – zumindest für die Substanzen die man kennt; da die Verbrennungscocktails in der Zusammensetzung aber nicht genau bekannt sind, können auch giftige Verbindungen entstehen, die nicht „üblich“ sind und demnach nicht gemessen werden.
Grenzwerte sind ein Konstrukt von Industrie und anderen um eine gewisse Sicherheit zu vermitteln. Bestes und jüngstes Beispiel ist Japan: Seit dem Fukushima Atomunglück werden die Grenzwerte für atomare Belastung, der Mensch und Umwelt ausgesetzt sind, kontinuierlich erhöht und angepasst. Ein vor Jahren tödlicher Wert gilt nun als normaler Grenzwert und sei ungefährlich.
In Deutschland werden die Filterstäube, die aufgefangen werden können, ausschließlich in Salzbergwerken eingelagert/entsorgt. Zudem lagern wir importierten Filtermüll aus der Schweiz in unseren Bergwerken ein.

RECYCLING 

gehört immer noch nicht zur häufigsten Entsorgungsart. Ein Grund dafür ist, das Mischmüll nicht recycled wird, auch wenn ¾ davon Tetra Paks enthält. Es können nur absolut sortenreine Müllsorten recycled werden. Kunststoffe im Hausmüll werden folglich verbrannt. Kunststoffe für den gelben Sack haben die Chance recycled zu werden. Deshalb ist die ordentlich Trennung des Mülls Zuhause ein absolutes Muss für den, der Wert auf Recycling legt.
Übrigens: Kunststoffe wie Plastikflaschen werden niemals zu 100% wiederverwendet nach dem Recycling. Sie verlieren an Qualität und bestimmte Eigenschaften wie Stabilität, je nach Art des Kunststoffes. Das heißt, um aus recyceltem Plastik ein „neues“ Plastik zu machen, muss neuer Plastikrohstoff zugegeben werden.

 


Verwertungsquoten aus dem Jahr 2013 für Deutschland:
42% der Kunststoffabfälle wurden recycled
57% der Kunststoffabfälle wurden energetisch verwertet, 2/3 in Müllverbrennungsanlagen und 1/3 als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken/Zementwerken
ca. 1% der Kunststoffabfälle wurden deponiert

 

quellen

Umweltbundesamt (Abfallwirtschaft, Plastik, Dioxine, etc.)

http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/481/dokumente/chemikalien_dioxine_forschungs-_und_entwicklungsvorhaben_1_bericht_bulaenarbeitsgruppe_diox1992.pdf —> (1. Bericht der Bund/Länder-Arbeitsgruppe DIOXINE Rechtsnormen, Richtwerte, Handlungsempfehlungen, Meßprogramme, Meßwerte und Forschungsprogramme)

http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/dioxine#textpart-1

Trashed – http://www.trashedfilm.com/